Tracking ohne Cookies: So funktioniert Fingerprinting – und warum es für dich relevant ist

😎 Preisaktion
10% Rabatt auf alle Jahresabos von Trackboxx mit dem Code: tb10aktion
Inhaltsverzeichnis

Cookies waren gestern. Spätestens seit der DSGVO, steigenden Privacy-Bedenken und der wachsenden Verbreitung von Adblockern stoßen klassische Cookies an ihre Grenzen. Doch wie kannst du Nutzerverhalten analysieren, ohne personenbezogene Daten dauerhaft zu speichern – und ohne gegen Datenschutzrichtlinien zu verstoßen?

Hier kommt das Fingerprinting ins Spiel. Diese Methode ermöglicht dir, wiederkehrende Besucher:innen zu erkennen, auch wenn sie Cookies blockieren. In diesem Artikel erfährst du:

  • Wie Fingerprinting funktioniert
  • Welche Chancen und Risiken es gibt
  • Warum es eine echte Alternative sein kann, um dein Tracking zu verbessern

Was ist Fingerprinting eigentlich?

Stell dir vor, jedes Gerät, das deine Website besucht, hinterlässt einen einzigartigen Fingerabdruck. Dieser Fingerabdruck – oder „Device Fingerprint“ – setzt sich aus verschiedenen technischen Merkmalen zusammen, zum Beispiel:

  • Browser-Typ und Version
  • Betriebssystem (z. B. Windows, iOS)
  • Bildschirmauflösung
  • Installierte Schriftarten oder Plugins
  • Spracheinstellungen und Zeitzone

Beispiel: Besucht jemand deine Website mit einem iPhone 13, Chrome-Browser, Bildschirmauflösung 1170×2532, Zeitzone Berlin und deaktiviertem JavaScript, entsteht daraus ein digitales Profil. Ändert sich eine Komponente (etwa ein neues Plugin), wird dieser Fingerabdruck verändert – und kann so wiedererkannt werden.

Das Besondere: Fingerprinting braucht keine Cookies. Theoretisch entfällt daher die explizite Zustimmung, weil keine personenbezogenen Daten in Form von Cookies gespeichert werden. Allerdings ist das Thema rechtlich komplex, weil Fingerprinting indirekt dennoch Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen kann.

Wie funktioniert Fingerprinting in der Praxis?

Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Hauptmethoden:

  1. Passives Fingerprinting
    Hier werden nur nicht-invasive Daten verwendet, die dein Browser automatisch preisgibt, wie etwa Betriebssystem, Browser-Version oder Spracheinstellungen.
    • Vorteil: Sehr datenschutzfreundlich, da keine aktiven Skripte ausgeführt werden.
    • Nachteil: Die Genauigkeit kann geringer sein, weil weniger Daten erhoben werden.
  2. Aktives Fingerprinting
    Dabei werden gezielt Skripte ausgeführt, um detaillierte Informationen abzufragen:
    • Canvas-Fingerprinting: Im Hintergrund wird ein kleines Bild gerendert, dessen Darstellung Rückschlüsse auf Hardware oder Treiber zulässt.
    • AudioContext-API: Misst, wie dein Browser Audiosignale verarbeitet.
    • Battery-API: (teils blockiert) Fragt deinen Akkustand ab.
    ⚠️ Achtung: Aktive Methoden können Nutzer:innen ohne deren Wissen identifizieren und somit gegen die DSGVO verstoßen, falls keine Einwilligung vorliegt.

Warum ist Fingerprinting für dein Tracking relevant?

Wenn du für dein Unternehmen oder deine Projekte nach einer datenschutzkonformen und gleichzeitig präzisen Tracking-Lösung suchst, kann Fingerprinting ein Game-Changer sein. Hier ein kurzer Überblick über die Vorteile:

  • Keine nervigen Cookie-Banner: Da keine klassischen Cookies gesetzt werden, entfällt häufig die lästige Zustimmungspflicht.
  • Weniger Blockaden durch Adblocker: Viele Browser-Erweiterungen zielen auf Cookie-Tracking ab, Fingerprinting wird oft (noch) nicht blockiert.
  • Langfristige Wiedererkennung: Cookies können leicht gelöscht werden, ein Fingerabdruck bleibt (bis zur nächsten relevanten Geräteänderung) relativ stabil.

? Praxisbeispiel: Ein E-Commerce-Shop könnte mithilfe von Fingerprinting tracken, wie sich Nutzer:innen aus einer bestimmten Region verhalten (z. B. „Großstädte mit iOS-Geräten“). Mit diesen Insights lassen sich gezielte Marketingkampagnen erstellen – ohne personenbezogene Daten direkt zu speichern.

Die Schattenseiten: Risiken und Grenzen

So vielversprechend Fingerprinting klingt, es gibt auch einige Punkte, auf die du achten solltest:

  1. Datenschutzrechtliche Grauzone
    Auch anonyme Daten können in den Geltungsbereich der DSGVO fallen, wenn sie theoretisch einzelnen Personen zugeordnet werden können. Aktive Methoden erfordern häufig eine Einwilligung.
  2. Ungenauigkeit bei Geräteänderungen
    Aktualisiert ein Nutzer sein Betriebssystem oder wechselt er den Browser, ändert sich der Fingerabdruck. Die Wiedererkennung funktioniert dann nicht mehr lückenlos.
  3. Akzeptanz bei Nutzer:innen
    Privacy-Tools wie uBlock Origin oder Privacy Badger erkennen immer mehr Fingerprinting-Skripte und blockieren sie. Zudem kann das Vertrauen der Nutzer:innen schwinden, wenn sie erfahren, dass sie getrackt werden, ohne es explizit erlaubt zu haben.

Wie setzt Trackboxx Fingerprinting verantwortungsvoll ein?

Wir bei Trackboxx kombinieren das Potenzial von Fingerprinting mit Privacy by Design. Das bedeutet:

  • Anonymisierung: Wir erfassen technische Merkmale ausschließlich in aggregierter Form. Eine direkte Zuordnung zu Personen (z. B. Name oder E-Mail) findet nicht statt.
  • Opt-out-Option: Nutzer:innen können das Fingerprinting jederzeit ablehnen. Wir stellen dafür eine einfache Einstellungsseite zur Verfügung.
  • Kompatibilität: Trackboxx funktioniert auch in Bereichen mit besonders strikten Cookie-Richtlinien (z. B. im Gesundheitssektor), ohne dass Datenqualität verloren geht.

So profitierst du konkret:

  • Du erkennst wiederkehrende Besucher:innen für bessere Conversion-Optimierung.
  • Du brauchst dir weniger Sorgen über Cookie-Blocker und Browser-Schranken machen.
  • Du hältst dich an Datenschutz-Grundsätze, indem du keine personenbezogenen Daten speicherst.

Fazit: Fingerprinting kann dein Tracking revolutionieren – wenn du es richtig angehst

Die Zeit, in der Cookie-Banner und abgelehnte Zustimmungen deine Analysen zerstören, geht zu Ende. Mit Fingerprinting gewinnst du wertvolle Insights über dein Nutzungsverhalten, ohne klassische Cookies einzusetzen. Allerdings bleibt das Thema Datenschutz ein kritischer Punkt, denn auch Fingerprinting kann DSGVO-relevant sein.

Bei Trackboxx legen wir Wert auf Transparenz und Datensparsamkeit, damit du nicht zwischen Datenschutz und Datenqualität wählen musst. Wenn du mehr über unser passives Fingerprinting und unsere Privacy-by-Design-Ansätze erfahren möchtest, kontaktiere uns oder sieh dir unsere weiteren Glossar-Einträge an!

Christian

Experte für Webentwicklung & Onlinemarketing mit über 15 Jahren Erfahrung.
Entwickler & CEO von Trackboxx – der Google Analytics Alternative.

Das könnte dich auch interessieren

😎 Preisaktion

10% Rabatt auf alle Jahresabos von Trackboxx mit dem Code: