Du träumst davon, Deine eigenen Produkte online zu verkaufen? Vielleicht hast Du schon eine Idee im Kopf oder sogar ein fertiges Produkt, aber keine Ahnung, wie Du daraus einen funktionierenden Onlineshop baust?
Keine Sorge: Der Einstieg in den E-Commerce ist heute einfacher als je zuvor – wenn Du weißt, worauf es ankommt.
In diesem Artikel bekommst Du einen klaren Überblick über die ersten Schritte, wichtige Entscheidungen und typische Stolperfallen beim Erstellen eines Onlineshops.
Wie erstelle ich einen Online Shop ?
Einen Online-Shop erstellst du, indem du eine passende Shop-Software (z. B. Shopify, WooCommerce oder Shopware) wählst, Produkte anlegst, Zahlungs- und Versandoptionen einrichtest und das Design an deine Marke anpasst. Wichtig sind außerdem rechtssichere Texte (Impressum, AGB, Datenschutz) und eine optimierte Nutzerführung für bessere Verkäufe.
Der erste Schritt: Was willst Du verkaufen… und an wen?
Bevor Du Dich kopfüber in Technik oder Design stürzt, solltest Du Dir ein paar grundlegende Fragen stellen:
- Welche Produkte oder Dienstleistungen willst Du anbieten?
- Wer ist Deine Zielgruppe?
- Willst Du lokal verkaufen, deutschlandweit oder international?
Diese Fragen bestimmen nicht nur Deine Marketingstrategie, sondern auch, welches Shopsystem überhaupt zu Dir passt.
Lohnt sich ein Onlineshop überhaupt noch im Jahr 2025?
Kurze Antwort: Ja – aber nicht für jeden und nicht auf gut Glück.
✅ Was spricht dafür?
- Online-Shopping ist Standard. Die meisten Menschen kaufen regelmäßig online – Tendenz weiterhin steigend, auch im B2B-Bereich.
- Nischenmärkte boomen. Wer eine klare Zielgruppe und ein spezielles Angebot hat, kann sich gut positionieren – auch gegen große Plattformen.
- Technik ist zugänglicher denn je. Mit Baukästen, KI-Unterstützung und automatisierten Tools kannst Du heute auch ohne großes Budget starten.
❌ Was spricht dagegen?
- Konkurrenz ist groß. Amazon, Zalando & Co. setzen Maßstäbe, die kleine Shops nicht immer erfüllen können.
- Kundenansprüche steigen. Versand am nächsten Tag, kostenlose Retoure, glasklarer Service – das ist längst nicht mehr „nice to have“.
- Marketing kostet. Ohne Werbung (z. B. über Social Media oder Google) wird Dein Shop kaum gefunden – organisches Wachstum braucht Zeit und Know-how.
Ein eigener Onlineshop lohnt sich, wenn Du ein klares Konzept, ein echtes Kundenproblem und Durchhaltevermögen mitbringst. Die Tools und Chancen sind da – aber Erfolg kommt nicht über Nacht.
Die Qual der Wahl: Wie willst Du Deinen Shop aufbauen?
Der Markt für E-Commerce-Lösungen ist riesig – und das kann am Anfang ganz schön überwältigend sein. Es gibt nicht die eine perfekte Lösung, sondern viele gute – je nachdem, wie viel Zeit, Budget und technisches Know-how Du mitbringst.
Wir schauen uns jetzt drei gängige Wege an: Baukastensysteme, CMS-basierte Shops (z. B. WordPress + WooCommerce) und individuelle Eigenentwicklungen.
1. Baukastensysteme – der schnelle, einfache Weg
Wenn Du schnell starten willst und keine Lust auf technische Details hast, sind Anbieter wie Shopify, Wix oder Jimdo eine super Wahl. Hier bekommst Du alles aus einer Hand: Designvorlagen, Hosting, Sicherheitsupdates und oft sogar integrierte Zahlungsabwicklung.
Typische Merkmale:
- Drag-and-Drop-Editoren
- Vorinstallierte Shopfunktionen
- Automatische Updates & Hosting
- Monatliche Abo-Preise
Ideal für: Einzelunternehmer*innen, Kreative, Handmade-Shops, Side-Projects
2. CMS + Shopsystem – flexibel & erweiterbar
Du willst mehr Kontrolle, brauchst aber keine Eigenentwicklung? Dann ist ein sogenanntes Content-Management-System (CMS) mit integriertem Shopsystem eine sehr beliebte Lösung. Allen voran: WordPress in Kombination mit WooCommerce.
? Was ist ein CMS? Ein CMS ist eine Plattform, mit der Du Inhalte (Texte, Bilder, Produkte) verwalten kannst – ohne direkt in den Code zu greifen. WordPress ist das bekannteste Beispiel, aber es gibt auch Joomla, TYPO3, Drupal oder Shopware als „reines“ Shop-CMS.
WooCommerce ist ein Plugin, das WordPress in einen vollwertigen Onlineshop verwandelt – mit Warenkorb, Zahlungsintegration, Versandoptionen u.v.m.
Vorteile:
- Große Design- und Plugin-Auswahl
- Viele SEO- und Marketing-Tools verfügbar
- Volle Kontrolle über Deine Daten & Hosting
Nachteile:
- Updates, Backups & Sicherheit sind Deine Aufgabe (oder die Deiner Agentur)
- Hosting & technischer Support müssen separat organisiert werden
Ideal für: Wachsende Projekte, professionelle Shops mit individuellen Anforderungen, Content-getriebene Marken
3. Individuelle Eigenentwicklung – maximale Freiheit, maximaler Aufwand
Du willst die volle Kontrolle über Funktionen, Design und Infrastruktur? Dann kannst Du einen Shop komplett selbst entwickeln (lassen). Das geht z. B. mit Frameworks wie Laravel, React (für Frontends) oder spezialisierten Plattformen wie Magento Open Source.
Typisch bei individuellen Shops:
- Maßgeschneiderte UX und Funktionen
- Headless Commerce-Ansätze (Frontend und Backend getrennt)
- Performance-Optimierung und Anbindung an andere Systeme
Aber: Hier brauchst Du entweder ein Entwicklerteam im Rücken – oder ein gutes Budget, um eins zu bezahlen.
Ideal für: Startups mit skalierbarem Konzept, Tech-Produkte, große Marken mit besonderen Anforderungen
Kleiner Exkurs: CMS vs. Shopsystem – was ist eigentlich der Unterschied?
Viele verwechseln CMS und Shopsysteme – dabei ist das eine nicht automatisch das andere.
- CMS (Content Management System) = Fokus auf Inhalte (Texte, Blog, Seiten) → WordPress, Joomla etc.
- Shopsystem = Fokus auf Produkte, Bestellungen & Zahlungen → Shopify, WooCommerce, Shopware
? Manche Systeme (z. B. Shopware oder WooCommerce) kombinieren beides – andere konzentrieren sich auf eine Seite. Wichtig ist: Was brauchst Du?
Kurz angerissen: Zahlungsanbieter & Versand
Sobald Dein Shop steht, musst Du auch verkaufen können. Heißt:
Zahlungsanbieter (Payment Gateways) wie PayPal, Klarna, Stripe etc. einbinden – das ist oft schon im Shopsystem vorbereitet, aber jedes hat seine Eigenheiten.
Und: Wie kommen die Produkte zum Kunden? Auch Versandoptionen und -dienstleister wie DHL, Hermes oder Dropshipping-Lösungen solltest Du früh bedenken.
? Zahlungsanbieter für Onlineshops im Vergleich
? Versanddienstleister für Onlineshops im Vergleich
? Rechtliches: Impressum, DSGVO & Co.
Nicht der spannendste Teil – aber extrem wichtig. Du brauchst:
- Ein vollständiges Impressum
- Eine Datenschutzerklärung
- Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
- DSGVO-konforme Cookie-Banner & Tracking-Lösungen (z. B. Google Analytics oder Alternativen wie Trackboxx)
Tipp: Es gibt Tools und Dienste (wie eRecht24 oder Trusted Shops), die Dir dabei helfen, rechtlich sicher zu starten.
Lies auch: Website (oder Onlineshop) DSGVO-konform gestalten – so geht’s
? Und jetzt?
Dein Weg zum eigenen Onlineshop beginnt mit einer Entscheidung:
Willst Du schnell loslegen – oder langfristig wachsen?
Egal, wie Du startest: Jeder Onlineshop entwickelt sich weiter. Ob durch neue Produkte, Marketing-Kampagnen oder die nächste technische Verbesserung – Hauptsache, Du bleibst dran.
Onlineshop erstellen – geht das auch kostenlos?
Die gute Nachricht: Ja, Du kannst einen Onlineshop kostenlos erstellen. Die schlechte: Ganz ohne Investition kommst Du selten weit – zumindest nicht dauerhaft.
Einige Anbieter wie Shopify, Wix, Weebly oder auch ecwid bieten kostenlose Testphasen oder Free-Pläne an. Damit kannst Du oft schon Produkte anlegen, Designs ausprobieren und erste Seiten bauen. Auch mit WordPress + WooCommerce ist ein kostenfreier Start möglich – zumindest, was Software betrifft.
Aber: Hosting kostet (z. B. bei WordPress), viele Designs, Plugins oder Apps sind kostenpflichtig, Domains (z. B. „meine-shopseite.de“) musst Du separat kaufen und so weiter.
Unser Fazit: „Kostenlos“ ist oft ein Einstieg – kein Dauerzustand. Wenn Du ernsthaft verkaufen willst, solltest Du ein kleines Budget für Domain, Design, Marketing und Tools einplanen.
Welches ist der Testsieger unter den Onlineshop-Anbietern?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht – aber je nach Bedarf haben sich in Tests immer wieder bestimmte Anbieter durchgesetzt:
Für Einsteiger & schnelles Setup:
? Shopify wird in vielen Vergleichen als Testsieger genannt – wegen Benutzerfreundlichkeit, App-Ökosystem und Zuverlässigkeit.
Für Kreative & Individualisten:
? Wix überzeugt mit starkem Design-Editor und flexiblen Layouts.
Für technisch Versierte & SEO-Fokus:
? WooCommerce (mit WordPress) punktet durch Flexibilität, Kontrolle und Erweiterbarkeit – setzt aber mehr Wissen voraus.
? Unser Tipp: Sieh Dir nicht nur Testsieger an – überleg Dir zuerst, was Du brauchst: Einfachheit? Anpassbarkeit? Skalierbarkeit? Dann findest Du Deinen Sieger.
Was kostet ein kleiner Onlineshop ?
Ein kleiner Onlineshop lässt sich heute oft schon mit 1.000 € bis 5.000 € realisieren – inklusive Basis-Design, Hosting, Domain und Einrichtung. Laufende Wartung oder Pflege kosten zusätzlich etwa 500 € bis 1.000 € jährlich. Für mehr Flexibilität und Individualität sind auch Budgets ab 5.000 € bis 14.000 € realistisch.



