Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) stellt hohe Anforderungen an den Schutz personenbezogener Daten im Internet. Doch was bedeutet das konkret für Webseitenbetreiber? In diesem Artikel erfährst Du, welche Schritte notwendig sind, um Deine Website DSGVO-konform zu gestalten und rechtliche Risiken zu vermeiden.
1. Datenschutzerklärung: Pflicht auf jeder Website
Jede Website, die personenbezogene Daten verarbeitet, benötigt eine Datenschutzerklärung. Diese muss leicht zugänglich sein (z. B. über einen Link im Footer) und bestimmte Informationen enthalten – darunter vor allem folgende Fragen beantworten:
- Welche Daten werden erhoben?
- Zu welchem Zweck erfolgt die Verarbeitung?
- Auf welcher rechtlichen Grundlage geschieht dies?
- Wie lange werden die Daten gespeichert?
- Welche Rechte haben Nutzer in Bezug auf ihre Daten?
- Wer ist der Verantwortliche für die Datenverarbeitung?
Ein DSGVO-konformer Datenschutzerklärungs-Generator kann Dir helfen, einen rechtssicheren Text zu erstellen.
2. Cookie-Banner: Einwilligung korrekt einholen
Tracking-Technologien wie Cookies dürfen nicht ohne Zustimmung des Nutzers gesetzt werden. Folgende Punkte sind dabei wichtig:
- Opt-in-Verfahren: Cookies dürfen erst nach aktiver Zustimmung gesetzt werden.
- Echte Wahlmöglichkeit: Nutzer müssen Cookies ablehnen können, ohne Nachteile zu haben.
- Detaillierte Information: Welche Cookies werden gesetzt und wofür?
- Nachträgliche Änderung: Nutzer sollten ihre Cookie-Einstellungen jederzeit anpassen können.
Empfehlenswert sind Cookie-Consent-Tools wie Borlabs Cookie oder Cookiebot. Tipp: Wir haben einen separaten Beitrag verfasst, in dem wir Dir erläutern, wie Du Consent-Banner DSGVO-konform gestaltest.
Webanalyse ohne Cookies möglich
Auch wenn keine Cookies gesetzt werden, aber eine andere Technologie zum Tracking genutzt wird, kann trotzdem eine Einwilligungspflicht bestehen. Die DSGVO schützt alle personenbezogenen Daten, unabhängig von der Technologie, mit der sie erhoben werden.
Dein Vorteil bei Trackboxx: Unser Tracking-Tool liefert Dir alle wichtigen Infos zu Deinen Webseitenbesuchern, verzichtet dabei jedoch auf den Einsatz von Cookies und erhebt und verarbeitet keinerlei personenbezogene Daten. Weil Du aus diesem Grund zunächst einmal kein Consent-Banner mit Opt-in anzeigen lassen musst, entstehen weniger Tracking-Lücken.
3. SSL-Verschlüsselung: Pflicht für sichere Datenübertragung
Eine SSL-Verschlüsselung (erkennbar an „https://“ in der URL) ist Pflicht, wenn über Deine Website personenbezogene Daten übertragen werden (z. B. über Kontaktformulare). Ohne SSL drohen Abmahnungen und ein Vertrauensverlust bei den Besuchern.
4. Kontaktformulare DSGVO-konform gestalten
Falls Du auf Deiner Website Kontaktformulare verwendest, beachte Folgendes:
- Datensparsamkeit: Frage nur notwendige Felder ab.
- Zweckbindung: Informiere Nutzer, wieso ihre Daten im Formular erhoben werden.
- Einwilligung einholen: Nutze eine Checkbox zur Zustimmung der Datenverarbeitung mit Verweis auf die Datenschutzerklärung.
- Speicherfristen festlegen: Du darfst die Daten nicht unbegrenzt speichern.
5. Drittanbieter-Dienste DSGVO-konform einbinden
Viele Websites nutzen externe Dienste wie Google Analytics, Facebook Pixel oder YouTube-Videos. Damit diese DSGVO-konform sind:
- Google Analytics: Anonymisierte IP-Adressen, Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen, Opt-in-Lösung für Nutzer.
- YouTube, Google Fonts, Social Media Plugins: Nur mit vorheriger Einwilligung laden.
- Alternativen nutzen: Z. B. Matomo anstelle von Google Analytics oder lokal eingebettete Schriften statt Google Fonts.
6. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abschließen
Falls Du externe Dienstleister für Webhosting, Newsletter oder Tracking nutzt, benötigst Du einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Dieser regelt, wie die Dienstleister mit den personenbezogenen Daten umgehen. Viele Anbieter (z. B. Mailchimp, Google) stellen diese Verträge online zur Verfügung. Wir übrigens auch.
7. Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten führen
Unternehmen und selbstständige Webseitenbetreiber sind verpflichtet, ein Verarbeitungsverzeichnis zu führen. Dieses dokumentiert, welche personenbezogenen Daten verarbeitet werden, zu welchem Zweck und wie sie geschützt werden.
Fazit: DSGVO-Konformität ist Pflicht
Die DSGVO stellt klare Anforderungen an Webseitenbetreiber. Eine Datenschutzerklärung, ein korrektes Cookie-Banner, SSL-Verschlüsselung und eine bewusste Auswahl von Drittanbieter-Diensten sind essenziell. Wer sich an diese Vorgaben hält, vermeidet Abmahnungen und sorgt für mehr Vertrauen bei den Besuchern.
Prüfe Deine Website regelmäßig auf Datenschutz-Updates und passe sie entsprechend an. So bist Du auf der sicheren Seite!



