Website DSGVO-konform betreiben: So gelingt es Dir

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Inhaltsverzeichnis

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) stellt hohe Anforderungen an den Schutz personenbezogener Daten im Internet. Doch was bedeutet das konkret für Webseitenbetreiber? In diesem Artikel erfährst Du, welche Schritte notwendig sind, um Deine Website DSGVO-konform zu gestalten und rechtliche Risiken zu vermeiden.

Wer muss sich an die DSGVO halten: Gibt es Ausnahmen?

Die DSGVO gilt für alle Webseitenbetreiber, die personenbezogene Daten* von EU-Bürgern verarbeiten – unabhängig vom Standort des Unternehmens. Dazu gehören Blogs, Online-Shops, Unternehmensseiten und Foren. Ausnahmen gibt es für rein private oder familiäre Webseiten ohne kommerziellen Zweck. Wer eine Website betreibt, die öffentlich zugänglich ist oder Drittanbieter-Dienste nutzt, muss jedoch in der Regel die DSGVO-Vorgaben beachten.

*Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare Person beziehen. Dazu gehören offensichtliche Daten wie Name, Adresse oder E-Mail-Adresse, aber auch indirekte Merkmale wie IP-Adressen, Standortdaten oder Nutzerverhalten auf Websites. Entscheidend ist, dass die Informationen eine Person direkt oder indirekt identifizieren können.

1. Datenschutzerklärung: Pflicht auf jeder Website

Jede Website, die personenbezogene Daten verarbeitet, benötigt eine Datenschutzerklärung. Diese muss leicht zugänglich sein (z. B. über einen Link im Footer) und bestimmte Informationen enthalten – darunter vor allem folgende Fragen beantworten:

  • Welche Daten werden erhoben?
  • Zu welchem Zweck erfolgt die Verarbeitung?
  • Auf welcher rechtlichen Grundlage geschieht dies?
  • Wie lange werden die Daten gespeichert?
  • Welche Rechte haben Nutzer in Bezug auf ihre Daten?
  • Wer ist der Verantwortliche für die Datenverarbeitung?

Ein DSGVO-konformer Datenschutzerklärungs-Generator kann Dir helfen, einen rechtssicheren Text zu erstellen.

2. Cookie-Banner: Einwilligung korrekt einholen

Tracking-Technologien wie Cookies dürfen nicht ohne Zustimmung des Nutzers gesetzt werden. Folgende Punkte sind dabei wichtig:

  • Opt-in-Verfahren: Cookies dürfen erst nach aktiver Zustimmung gesetzt werden.
  • Echte Wahlmöglichkeit: Nutzer müssen Cookies ablehnen können, ohne Nachteile zu haben.
  • Detaillierte Information: Welche Cookies werden gesetzt und wofür?
  • Nachträgliche Änderung: Nutzer sollten ihre Cookie-Einstellungen jederzeit anpassen können.

Empfehlenswert sind Cookie-Consent-Tools wie Borlabs Cookie oder Cookiebot. Tipp: Wir haben einen separaten Beitrag verfasst, in dem wir Dir erläutern, wie Du Consent-Banner DSGVO-konform gestaltest.

Webanalyse ohne Cookies möglich

Auch wenn keine Cookies gesetzt werden, aber eine andere Technologie zum Tracking genutzt wird, kann trotzdem eine Einwilligungspflicht bestehen. Die DSGVO schützt alle personenbezogenen Daten, unabhängig von der Technologie, mit der sie erhoben werden.

Dein Vorteil bei Trackboxx: Unser Tracking-Tool liefert Dir alle wichtigen Infos zu Deinen Webseitenbesuchern, verzichtet dabei jedoch auf den Einsatz von Cookies und erhebt und verarbeitet keinerlei personenbezogene Daten. Weil Du aus diesem Grund zunächst einmal kein Consent-Banner mit Opt-in anzeigen lassen musst, entstehen weniger Tracking-Lücken.

3. SSL-Verschlüsselung: Pflicht für sichere Datenübertragung

Eine SSL-Verschlüsselung (erkennbar an „https://“ in der URL) ist Pflicht, wenn über Deine Website personenbezogene Daten übertragen werden (z. B. über Kontaktformulare). Ohne SSL drohen Abmahnungen und ein Vertrauensverlust bei den Besuchern.

4. Kontaktformulare DSGVO-konform gestalten

Falls Du auf Deiner Website Kontaktformulare verwendest, beachte Folgendes:

  • Datensparsamkeit: Frage nur notwendige Felder ab.
  • Zweckbindung: Informiere Nutzer, wieso ihre Daten im Formular erhoben werden.
  • Einwilligung einholen: Nutze eine Checkbox zur Zustimmung der Datenverarbeitung mit Verweis auf die Datenschutzerklärung.
  • Speicherfristen festlegen: Du darfst die Daten nicht unbegrenzt speichern.

5. Drittanbieter-Dienste DSGVO-konform einbinden

Viele Websites nutzen externe Dienste wie Google Analytics, Facebook Pixel oder YouTube-Videos. Damit diese DSGVO-konform sind:

  • Google Analytics: Anonymisierte IP-Adressen, Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen, Opt-in-Lösung für Nutzer.
  • YouTube, Google Fonts, Social Media Plugins: Nur mit vorheriger Einwilligung laden.
  • Alternativen nutzen: Z. B. Matomo anstelle von Google Analytics oder lokal eingebettete Schriften statt Google Fonts.

6. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abschließen

Falls Du externe Dienstleister für Webhosting, Newsletter oder Tracking nutzt, benötigst Du einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Dieser regelt, wie die Dienstleister mit den personenbezogenen Daten umgehen. Viele Anbieter (z. B. Mailchimp, Google) stellen diese Verträge online zur Verfügung. Wir übrigens auch.

7. Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten führen

Unternehmen und selbstständige Webseitenbetreiber sind verpflichtet, ein Verarbeitungsverzeichnis zu führen. Dieses dokumentiert, welche personenbezogenen Daten verarbeitet werden, zu welchem Zweck und wie sie geschützt werden.

Fazit: DSGVO-Konformität ist Pflicht

Die DSGVO stellt klare Anforderungen an Webseitenbetreiber. Eine Datenschutzerklärung, ein korrektes Cookie-Banner, SSL-Verschlüsselung und eine bewusste Auswahl von Drittanbieter-Diensten sind essenziell. Wer sich an diese Vorgaben hält, vermeidet Abmahnungen und sorgt für mehr Vertrauen bei den Besuchern.

Prüfe Deine Website regelmäßig auf Datenschutz-Updates und passe sie entsprechend an. So bist Du auf der sicheren Seite!

DSGVO im Fokus

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurde 2016 von der Europäischen Union verabschiedet und ist seit dem 25. Mai 2018 verbindlich. Ziel ist es, den Schutz personenbezogener Daten zu stärken und eine einheitliche Regelung innerhalb der EU zu schaffen. Die DSGVO betrifft nicht nur Websites, sondern auch Unternehmen, Behörden, Vereine und Gesundheitswesen. Detaillierte Gesetzestexte und aktuelle Informationen findest Du auf der offiziellen Website der EU-Kommission oder bei nationalen Datenschutzbehörden wie dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz (BfDI).

Christian

Experte für Webentwicklung & Onlinemarketing mit über 15 Jahren Erfahrung.
Entwickler & CEO von Trackboxx – der Google Analytics Alternative.

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