Zero Click = Zero Daten? Wie du Sichtbarkeit trotzdem messen kannst

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Früher war ein fehlender Klick gleichbedeutend mit fehlendem Erfolg. Heute ist das anders: In der Welt der Zero-Click-Searches kann dein Inhalt performen – ganz, ohne dass jemand deine Website betritt. Die Frage ist: Wie misst man das überhaupt?

Willkommen im Schatten-Internet

Stell dir vor, du spielst auf einer Bühne. Das Licht geht an, dein Content läuft – aber du hörst keinen Applaus. Kein Klick, keine Session, keine Conversion. War da überhaupt jemand?

Genau das ist das Dilemma von Zero-Click-Searches. Die Sichtbarkeit ist da, die Wirkung oft auch – aber die klassischen Webanalyse-Tools liefern: nichts.

Zero-Click-Searches (auch: Null-Klick-Suchen) bezeichnen Suchanfragen, bei denen der Nutzer keine Website mehr anklickt, weil Google oder andere Suchmaschinen die Antwort direkt auf der Ergebnisseite liefern. Das passiert z. B. über Snippets, Infoboxen, Wetteranzeigen, Übersetzungen, Rechenfelder oder KI-generierte Kurzantworten. Auch die Firmeneinträge (MyBusiness / Maps) lassen sich dazu zählen.Der Vorteil für Nutzer: Sie sparen Zeit. Der Nachteil für Websitebetreiber: Es entsteht keine messbare Interaktion – obwohl ihr Inhalt sichtbar war.

> Mehr zu Zero-Click-Searches

Was du misst… und was du verpasst

Die herkömmlichen Metriken wie Klicks, Sessions, Verweildauer oder Conversion Rate greifen hier zu kurz. Denn wenn der Nutzer die Information direkt in der Google-Suche bekommt, findet kein Websitebesuch statt. Was fehlt:

  • Sichtbarkeit in Snippets oder SGE-Boxen
  • Engagement mit SERP-Elementen
  • indirekte Effekte wie spätere Direktzugriffe oder Markensuchen

Zero Click ist nicht Zero Impact. Aber der Impact ist schwerer messbar, wenn du nicht gezielt hinschaust.

Indikatoren für Wirkung trotz Zero Click

1. Impressionen in der Google Search Console

Zeigt, wie oft dein Content eingeblendet wird. Auch ohne Klick. Hohe Impressionen bei niedriger CTR sind typische Zero-Click-Muster.

2. Anstieg von Markensuchen

Viele Nutzer merken sich den Absender einer guten Antwort und googeln die Marke später gezielt. Ein Anstieg bei Brand Queries ist ein starkes Zero-Click-Signal.

3. Direkteinstiege nach Sichtbarkeit

Der Nutzer sieht dein Snippet, denkt darüber nach – und kommt später direkt auf die Seite. Klassischer Fall für verzögerten, aber messbaren Impact.

4. Engagement auf nachgelagerten Seiten

Besuche mit hoher Scrolltiefe oder schneller Zielerreichung deuten darauf hin, dass der Nutzer schon wusste, was ihn erwartet. Vielleicht, weil er deinen Content schon über ein SERP-Feature gesehen hat.

5. Social Signals & Backlinks

Snippets werden geteilt, zitiert, verlinkt – ohne dass der Leser je auf deiner Website war. Verschiedene Onlinemarketing-Tools können dabei helfen, dies aufzudecken.

Was ist bei Google Business Profilen (GBP) messbar?

Google bietet über das GBP-Dashboard und die Google Search Console Einblicke in:

✅ Messbar:

  • Anrufe über das Profil (wenn per Mobilgerät initiiert)
  • Routenanfragen (z. B. „Anfahrt starten“)
  • Websiteklicks (nur, wenn der Nutzer auf den Website-Link im Profil klickt)
  • Buchungen, Terminvereinbarungen oder Reservierungenwenn ein integrierter Drittanbieter (z. B. Booking.com, OpenTable, Calendly etc.) angeschlossen ist
  • Aufrufe des Profils in der Google-Suche oder in Maps (Impressions)
  • Aktionen nach Aufruf (z. B. Klick auf Telefonnummer oder „Jetzt anrufen“)

❌ Nicht direkt messbar:

  • Ob ein Nutzer tatsächlich gebucht oder gekauft hat (außer über eingebundene Systeme)
  • Verweildauer im Profil

Ob ein Nutzer aufgrund des Profils wiederkehrt oder konvertiert (Attribution schwierig)

mybusinessdaten

Neue Strategien fürs Tracking

Wenn du sichtbar bleiben willst, musst du lernen, Wirkung indirekt zu erfassen. Das bedeutet:

  • Micro-Conversions tracken: Scrolltiefe, Button-Klicks, Copy-Events
  • Attribution erweitern: Zero-Click-Effekte finden nicht beim letzten Klick statt
  • SERP-Analyse einführen: Wo erscheinen deine Inhalte? Wie oft?

Bringt Sichtbarkeit ohne Klicks überhaupt etwas? (inkl. Branchenblick)

Diese Frage ist berechtigt – vor allem für zwei Bereiche: klassische Content-Seiten und E-Commerce.

Für Content-Seiten kann Sichtbarkeit in Snippets dennoch wertvoll sein: Sie erhöht die Markenbekanntheit, erzeugt Vertrauen und sorgt häufig für spätere, direkte Zugriffe oder soziale Interaktionen. Besonders dann, wenn der Nutzer später nach tiefergehenden Informationen oder Angeboten sucht, zahlt sich die frühere Sichtbarkeit aus.

Im E-Commerce ist die Lage differenzierter: Wenn ein Produkt direkt über Google Shopping, Produktboxen oder lokale Listings verglichen wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Klicks auf einen Shop. Dennoch kann Sichtbarkeit helfen – etwa durch Markenpräsenz, Positionierung in Nischen, oder wenn ergänzende Inhalte (z. B. Ratgeber, Produktbewertungen) den Nutzer überzeugen, gezielt zurückzukehren.

Für lokale Dienstleister – von Friseuren bis zu Steuerberatern – kann eine hohe Sichtbarkeit in der Google-Suche ebenfalls hilfreich sein, selbst wenn kein Klick erfolgt. Öffnungszeiten, Telefonnummern, Bewertungen oder Routenangaben werden oft direkt übernommen, ohne dass ein Besuch der Website nötig ist. Wichtig ist hier, dass die Daten aktuell, vollständig und markenkonform gepflegt sind (z. B. via Google Business Profile). Wer lokal sichtbar ist, wird häufiger kontaktiert – auch ohne Websiteklick.

Fazit: Zero Click ist kein Daten-GAU

Ja, klassische Webanalyse misst Zero-Click-Effekte schlecht. Aber es gibt Wege, Sichtbarkeit trotzdem sichtbar zu machen. Wer nur auf Klicks schaut, blendet die Hälfte der Realität aus.

Wirkung entsteht auch im Schatten. Und wer sie erkennt, hat einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Christian

Experte für Webentwicklung & Onlinemarketing mit über 15 Jahren Erfahrung.
Entwickler & CEO von Trackboxx – der Google Analytics Alternative.

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