Bounce Rate vs. Exit Rate – Was ist der Unterschied?

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Inhaltsverzeichnis

In der Webanalyse gibt es viele Kennzahlen, die dabei helfen, das Verhalten von Besuchern besser zu verstehen. Zwei der häufigsten – und oft miteinander verwechselten – sind Bounce Rate (Absprungrate) und Exit Rate (Ausstiegsrate). Beide geben Einblicke in die Leistung einer Seite, messen aber unterschiedliche Dinge.

In diesem Artikel erfährst du, was Bounce Rate und Exit Rate bedeuten, wie sie sich unterscheiden und wie du sie gezielt zur Optimierung deiner Website einsetzen kannst.

Was ist die Bounce Rate?

Die Bounce Rate misst den Anteil der Besucher, die nur eine einzige Seite aufrufen und anschließend die Website wieder verlassen – ohne weitere Aktionen wie Klicks oder Seitenwechsel. Eine hohe Bounce Rate kann darauf hindeuten, dass die Seite nicht überzeugt oder die Erwartungen der Nutzer nicht erfüllt.

Beispiel:
Ein Nutzer landet über Google auf einer Landingpage, liest kurz den Inhalt und verlässt die Seite direkt wieder – ohne zu klicken oder weiterzulesen. Das gilt als „Bounce“.

Was beeinflusst die Bounce Rate?

  • Lange Ladezeiten: Wer zu lange warten muss, springt häufig sofort ab.
  • Irrelevanter Inhalt: Wenn der Content nicht zur Suchintention passt, bleibt der Nutzer nicht lange.
  • Schlechte Nutzerführung: Verwirrende Navigation, keine klaren Handlungsaufforderungen oder störende Pop-ups können abschrecken.
  • Aber auch: Der Nutzer hat genau die Information gefunden, die er gesucht hat – und geht zufrieden wieder.

Wann ist eine hohe Bounce Rate problematisch?

Nicht jede hohe Bounce Rate ist schlecht. Auf Seiten mit klarem Zweck – etwa einem Kontaktformular oder einer „Danke“-Seite – ist es völlig normal, dass Besucher danach die Seite verlassen.

Problematisch wird es jedoch, wenn Nutzer auf wichtigen Einstiegsseiten (wie Landingpages oder Blogartikeln) abspringen, ohne sich weiter umzusehen. Dann solltest du analysieren, ob Inhalt, Design oder Ladezeit optimiert werden können.

Was ist eine „gute“ Bounce Rate?

Das hängt vom Seitentyp ab:

  • Blogs & Informationsseiten: 60–80 % sind nicht ungewöhnlich.
  • E-Commerce-Seiten: 20–40 % gelten als guter Wert.
  • Landingpages: Hängt vom Ziel ab – hohe Bounce Rate ist okay, wenn trotzdem Conversions entstehen.

> Lies auch: Bounce-Rate ermitteln und verbessern: die besten Tipps

Was ist die Exit Rate?

Die Exit Rate zeigt, auf welcher Seite ein Besucher die Website verlässt – unabhängig davon, wie viele Seiten er vorher besucht hat. Im Gegensatz zur Bounce Rate geht es hier nicht um den ersten, sondern um den letzten Seitenaufruf einer Session.

Beispiel:
Ein Nutzer besucht die Startseite, klickt auf einen Blogartikel und verlässt die Website dann über die Kontaktseite. Diese Kontaktseite zählt in diesem Fall als Exit-Seite.

Was beeinflusst die Exit Rate?

  • Inhalt & Struktur: Ist der Inhalt nicht überzeugend oder fehlen Orientierungspunkte, verlassen Nutzer die Seite schneller.
  • Fehlende Call-to-Actions (CTAs): Gibt es keine klare Handlungsaufforderung, gibt es oft auch keine nächste Aktion.

Wann ist eine hohe Exit Rate bedenklich?

Auch hier gilt: Nicht jede hohe Exit Rate ist schlecht.

Bei Seiten wie einer Bestellbestätigung, einem Download oder einer „Danke“-Seite ist sie sogar gewünscht. Kritisch wird es, wenn Produktseiten, Checkout-Prozesse oder zentrale Informationsseiten eine hohe Exit Rate aufweisen. Dann kann es sein, dass etwas im Funnel nicht stimmt.

Was ist eine „gute“ Exit Rate?

  • Danke- oder Bestätigungsseiten: 80–90 % sind völlig normal.
  • Produktseiten oder Landingpages: Unter 40 % ist ideal.
  • Blogartikel & Info-Seiten: 40–60 % sind in Ordnung – je nach Inhalt.

Bounce Rate vs. Exit Rate – Die wichtigsten Unterschiede

Bounce RateExit Rate
Misst Besucher, die nur eine Seite anschauen und dann abspringenMisst, welche Seite zuletzt besucht wurde
Aussage über erste InteraktionAussage über letzte Interaktion
Gilt nur, wenn eine Seite besucht wurdeGilt für jede Seite, egal wie viele davor

Wie kannst du beide Metriken sinnvoll nutzen?

Die Bounce Rate hilft dir zu verstehen, ob die erste Seite einer Session überzeugt. Eine hohe Rate kann ein Warnsignal sein – oder auch zeigen, dass die Seite eine konkrete Frage sehr gut beantwortet.

Die Exit Rate verrät dir, wo Besucher aussteigen. Besonders auf wichtigen Seiten (z. B. Produktdetailseiten, Warenkorb) solltest du hier genau hinschauen und mögliche Stolpersteine im Nutzerfluss beseitigen.

Tipps zur Optimierung

Bounce Rate verbessern:

  • Ladezeiten verkürzen
  • Inhalt auf Zielgruppe und Suchintention abstimmen
  • Klare CTAs einbauen (z. B. „Mehr erfahren“, „Zum Produkt“)

Exit Rate optimieren:

  • Navigationsstruktur verbessern
  • CTAs auf kritischen Seiten sichtbar und logisch platzieren
  • Vertrauen aufbauen (z. B. durch Testimonials, Siegel, Rückgabegarantie)

Fazit

Bounce Rate und Exit Rate liefern unterschiedliche, aber komplementäre Einblicke in das Nutzerverhalten. Die Bounce Rate zeigt, wie gut eine Seite beim ersten Eindruck abschneidet. Die Exit Rate zeigt, an welchem Punkt der Nutzer die Seite verlässt.

Beide Metriken helfen dir, Schwachstellen zu erkennen – und gezielt daran zu arbeiten, dass Besucher länger bleiben, mehr interagieren und letztlich eher konvertieren.

Christian

Experte für Webentwicklung & Onlinemarketing mit über 15 Jahren Erfahrung.
Entwickler & CEO von Trackboxx – der Google Analytics Alternative.

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