Online-Marketing ist kein Glücksspiel – wenn du es richtig machst, kannst du genau messen, welche Kampagnen funktionieren und welche nicht. Doch woran erkennst du, ob deine Investitionen wirklich rentabel sind? Hier erfährst du, wie du den Erfolg deiner Online-Marketing-Maßnahmen richtig bewertest und optimierst.
Ziele deutlich definieren
Bevor du eine Kampagne startest, solltest du wissen, was du erreichen willst. Willst du mehr Website-Traffic, Leads oder direkte Verkäufe? Jede Kampagne braucht messbare Ziele, sogenannte KPIs (Key Performance Indicators), wie z. B.:
- Conversion Rate – Wie viele Besucher führen die gewünschte Aktion aus?
- Cost per Acquisition (CPA) – Wie viel kostet dich ein neuer Kunde?
- Return on Ad Spend (ROAS) – Wie viel Umsatz generierst du für jeden investierten Werbe-Euro?
Web-Analyse-Tools zum Tracken der Kampagnen-Performance
Tools wie Google Analytics, Meta Business Suite oder andere Tracking-Systeme wie Trackboxx helfen dir, den Erfolg deiner Kampagne zu messen. Achte dabei auf:
- Traffic-Quellen – Woher kommen deine Besucher?
- Verweildauer & Absprungrate – Wie lange bleiben Nutzer auf deiner Seite?
- Klickrate (CTR) – Wie gut performen deine Anzeigen?
A/B-Testing für bessere Ergebnisse
Teste verschiedene Anzeigentexte, Bilder oder Landingpages, um herauszufinden, was besser funktioniert. Ein kleiner Unterschied kann große Auswirkungen auf deine Conversion Rate haben!
Rentabilität berechnen: so geht’s
Der wichtigste Faktor: Rechnet sich die Kampagne?
ROAS = Umsatz durch Ads / Kosten der Ads
Liegt dein ROAS über 1, machst du Gewinn. Aber Achtung: Berücksichtige auch andere Kosten wie Produktionsaufwand oder Vertriebskosten!
Hast du eine Kampagne, die gut läuft? Dann skaliere sie! Erhöhe dein Budget für die besten Anzeigen und optimiere schwächere Kampagnen mit den gewonnenen Erkenntnissen.
Die Grenzen des Messbaren
Nicht alles, was eine Kampagne erfolgreich macht, ist mit Zahlen belegbar. Es gibt weiche Erfolgsfaktoren, die indirekt wirken. So kann beispielsweise ein Engagement bei Social-Media zu mehr Bekanntheit und dadurch zu mehr markenbezogenen Suchanfragen führen.
Auf einen Blick:
- Markenbekanntheit & Image – Eine Kampagne kann das Bewusstsein für deine Marke stärken, aber diesen Effekt direkt einer bestimmten Anzeige zuzuordnen, ist schwierig.
- Langfristige Kundenbindung – Eine Anzeige mag nicht sofort zu einem Kauf führen, aber wenn sie das Vertrauen in deine Marke stärkt, kann das langfristig mehr Umsatz bringen.
- Mundpropaganda & virale Effekte – Wenn zufriedene Kunden dein Angebot weiterempfehlen, lässt sich das oft nicht direkt auf eine bestimmte Werbemaßnahme zurückführen.
- Offline-Interaktionen – Wer sieht eine Online-Anzeige, besucht dann aber deinen Laden oder ruft an, ohne einen digitalen Fingerabdruck zu hinterlassen?
Trotzdem kannst du auch hier Indikatoren nutzen, z. B. Marken-Suchanfragen, Social-Media-Engagement oder Umfragen, um zumindest indirekte Einblicke zu gewinnen. Analysiere beispielsweise die Suchanfragen und grundlegende Trafficentwicklung in der Google Search Console.
Sind SEO-Maßnahmen messbar?
SEO ist eine langfristige Strategie, aber auch sie kann gemessen werden – wenn auch anders als Paid Ads. Klassische ROAS-Berechnungen funktionieren hier nicht direkt, da keine Werbekosten pro Klick anfallen. Stattdessen solltest du folgende Metriken nutzen:
- Organischer Traffic – Wie viele Besucher kommen über Suchmaschinen?
- Keyword-Rankings – Wo steht deine Website für relevante Suchbegriffe?
- Conversion Rate aus organischem Traffic – Wie viele Besucher führen eine gewünschte Aktion aus?
- SEO-Kosten vs. organischer Umsatz – Setze den durch SEO generierten Umsatz ins Verhältnis zu den Kosten für Content, Tools und Optimierung.
? SEO-ROI-Formel: (Umsatz durch SEO – Kosten für SEO) / Kosten für SEO
Auch wenn SEO nicht sofort Ergebnisse liefert, lohnt sich die langfristige Investition oft mehr als kurzfristige Werbeanzeigen. Allerdings solltest du dabei unterscheiden, ob der organische Traffic über markenbezogene Suchanfragen oder generische Keywords kommt.
- Markenbezogene Suchanfragen (z. B. dein Unternehmensname) sind oft nicht direkt auf SEO-Maßnahmen zurückzuführen, da Nutzer deine Marke bereits kennen.
- Allgemeine Suchanfragen (z. B. „beste Laufschuhe 2024“) sind stärker durch SEO-Optimierung beeinflusst.
Um den Erfolg von SEO besser einzuschätzen, solltest du also genau analysieren, über welche Keywords der Traffic entsteht, der letztlich zu Conversions führt. Auch hier gilt: Nicht jede Conversion ist direkt messbar, aber eine gezielte Keyword-Analyse hilft, SEO-Strategien weiter zu optimieren.
Online-Marketing ist datengetrieben – wenn du deine Zahlen im Blick behältst, kannst du gezielt optimieren und langfristig profitabel werben. Setze auf klare Ziele, analysiere regelmäßig deine KPIs und teste verschiedene Strategien, um das Beste aus deinem Budget herauszuholen!



