SEO statt Ads: Wann es funktionieren kann – wann nicht

😎 Preisaktion
10% Rabatt auf alle Jahresabos von Trackboxx mit dem Code: tb10aktion
Inhaltsverzeichnis

Wenn man Google oder ChatGPT fragt, wie viele E-Commerce-Firmen auf Ads setzen, wird schnell klar, dass es ohne bezahlte Kampagnen nicht geht: Ganze 98 Prozent haben PPC-Kampagnen mit Google Ads laufen (wordstream.com). Viele SEO-Agenturen möchten einem gefühlt jedoch das Gegenteil verkaufen und versprechen, dass SEO die Onlineshops unabhängiger von Klickpreisen und der Konkurrenz macht. Doch kann das wirklich funktionieren oder geht es ganz ohne Ads dann doch nicht?

Weiterentwicklung der SERPs als “Problem”

Die Suchergebnisseiten von Google werden immer benutzerfreundlicher und bieten Filteroptionen und Darstellungen, die vor vielen Jahren den Onlineshops oder aber auch Content-Anbietern vorbehalten waren. 

Obwohl es vertrauenswürdig wirken kann, wenn man in den organischen Suchergebnissen eine gute Platzierung erreicht, muss man sich die Frage stellen, wie viele Klicks für Sales-relevante Suchanfragen noch auf solche Ergebnisse abfallen.

Anzeigen mit hohen Klickraten

Besonders für Produktsuchen sind die bezahlten Anzeigen stärker als bei allgemeinen Suchanfragen. Studien zeigen, dass etwa 65 % der Nutzer, die eine Kaufabsicht haben, auf Anzeigen klicken, vor allem auf Google Shopping-Anzeigen.

s3

Google bietet mittlerweile zahlreiche Filterfunktionen, wodurch die Detailsuche selbst bei der ursprünglichen Eingabe nach Short-Tails nicht mehr erst auf der Onlineshop-Website, sondern direkt in Google erfolgt. Und hier haben, was die Darstellung betrifft, bezahlte Suchergebnisse deutlich mehr Chancen, Klicks zu erhalten.

Und was ist mit Content?!

Nun könnte man behaupten, dass dies ja lediglich die produktbasierten Suchanfragen (sowie Suchanfragen für Dienstleistungen) tangiert, nicht aber Suchanfragen für zielgruppenrelevanten Content. 

Allerdings sollte man hier ebenfalls einen kritischen Gedanken zulassen, denn KI-Tools machen solchen Suchanfragen aktuell enorme Konkurrenz. 

Studien zeigen, dass der Suchmaschinenriese Google in den kommenden Jahren unter Druck geraten könnte. Experten von Gartner prognostizieren, dass bis 2026 bis zu 25 % weniger klassische Suchanfragen gestellt werden, da Nutzer zunehmend auf KI-gestützte Assistenten wie ChatGPT und Google Gemini setzen. Statt auf lange Listen mit Suchergebnissen zu klicken, erwarten Nutzer zunehmend direkte, präzise Antworten – eine Entwicklung, die das digitale Ökosystem revolutionieren könnte.

Google Ads: Sichtbarkeit über die eigentliche Suche hinaus

Ein entscheidender Vorteil von Google Ads ist die Möglichkeit, auch für Themen sichtbar zu sein, die nicht exakt der ursprünglichen Suchintention der Nutzer entsprechen. Während organische Suchergebnisse stark an die tatsächlichen Keywords gebunden sind, erlauben es bezahlte Anzeigen, potenzielle Kunden in verwandten oder ergänzenden Bereichen zu erreichen. Das ist besonders wertvoll für Cross-Selling, Markenbekanntheit und die Erschließung neuer Zielgruppen.

Ein weiterer Vorteil: Landingpages für Google Ads können deutlich werblicher gestaltet werden. Da man nicht auf SEO-Rankingfaktoren oder organische Sichtbarkeit angewiesen ist, kann man mehr direkte Call-to-Actions (CTAs), Conversion-optimierte Texte und verkaufsfördernde Elemente einsetzen, um Nutzer gezielt zu einer Handlung zu bewegen. Im Gegensatz zu SEO-Seiten, die oft auf inhaltliche Relevanz und Unabhängigkeit von Google angewiesen sind, lassen sich Ads-Landingpages rein auf Performance ausrichten.

Gibt es dennoch gute Gründe für “SEO”?

Ja, auch wenn es scheinbar ohne Ads nicht funktioniert, heißt das nicht, dass man SEO komplett außer Acht lassen sollte. So bleibt Google trotz düsterer Prognosen weiterhin dominant. 

Auch wenn ChatGPT als Alternative an Beliebtheit gewinnt, macht es aktuell nur 0,27 % der täglichen Suchanfragen aus. Der KI-Hype ist also real, aber er hat die traditionelle Suche bislang noch nicht verdrängt. 

Letztlich besteht eine gute Strategie darin, sowohl Ads für konkrete Suchanfragen mit Kauf- / Buchungsabsicht zu schalten als auch für entsprechende Suchanfragen organisch gut aufgestellt zu sein. Zudem kann zielgruppenrelevanter Content in einem Blog bzw. Magazin Besucher / User generieren, da für solche Suchen grundlegend deutlich weniger Ads geschaltet werden.

Ein kleines Problem gibt es allerdings auch bei Content-Suchen:

Auch hier versucht Google immer nutzerfreundlicher zu werden. Teilweise werden Antworten durch kurze Snippets direkt in Google ausgespielt, wodurch keine Klicks auf die Webseite mehr erfolgen. Auch multimediale Inhalte rücken in den Fokus: Videos werden zunehmend relevanter – reine Textergebnisse führen nicht mehr unbedingt und immer ans Ziel.

s4
s5

Die beiden Screenshots verdeutlichen, welche Herausforderungen auf Publisher in allen Branchen auch bei Content-basierten Suchanfragen warten.

MerkmalGoogle Ads (Bezahlte Suche)SEO (Organische Suche)
KostenKosten pro Klick (CPC)Keine direkten Kosten, aber Investition in Content & Optimierung
SichtbarkeitSofortige Platzierung auf Top-PositionenBraucht Zeit, um Rankings aufzubauen
NachhaltigkeitTraffic stoppt, sobald Budget aufgebraucht istLangfristige Wirkung, auch ohne ständige Kosten
FlexibilitätSchnell skalierbar, gezielte Steuerung nach KeywordsAnpassungen wirken erst langfristig
WettbewerbHoher Konkurrenzdruck, steigende CPCs

Fazit: SEO und Ads – kein Entweder-oder, sondern ein Zusammenspiel

Wer heute im E-Commerce oder einer anderen Branche erfolgreich sein will, kommt an bezahlten Anzeigen kaum vorbei. Die Dominanz von Google Shopping und PPC-Kampagnen zeigt, dass insbesondere bei transaktionsorientierten Suchanfragen Ads die Nase vorn haben. Doch bedeutet dies das Ende von SEO? Nicht unbedingt.

SEO bleibt ein wichtiger Bestandteil jeder Online-Strategie – nicht nur, um sich langfristig unabhängiger von steigenden Klickpreisen zu machen, sondern auch, um über zielgruppenrelevanten Content Reichweite zu generieren. Doch die Spielregeln ändern sich: Google priorisiert zunehmend direkte Antworten, multimediale Inhalte und KI-gestützte Lösungen, wodurch klassische organische Suchergebnisse an Sichtbarkeit verlieren können.

Die beste Strategie? Ein hybrider Ansatz. Wer Ads gezielt für conversionsstarke Keywords nutzt, sich mit SEO auf nachhaltige Sichtbarkeit konzentriert und Content in verschiedenen Formaten (Text, Video, Infografiken) bereitstellt, hat die besten Chancen, langfristig erfolgreich zu sein. Die digitale Landschaft wandelt sich – wer flexibel bleibt, bleibt sichtbar. ?

Datenschutzfreundliches Tracking ohne Kompromisse

Mit Trackboxx behältst du jederzeit den Überblick über deine Besucher – und zwar sowohl geografisch als auch hinsichtlich ihrer Herkunft aus organischem oder bezahltem Traffic. Zudem kannst du Zielvorhaben definieren, um die Performance deiner Ads und SEO-Maßnahmen präzise zu analysieren.

Das Beste daran: Trackboxx kommt komplett ohne Cookies aus und erfasst keinerlei personenbezogene Daten. So bist du 100 % DSGVO-konform und vermeidest Trackinglücken, die bei Google Analytics durch fehlende Opt-ins entstehen.

Christian

Experte für Webentwicklung & Onlinemarketing mit über 15 Jahren Erfahrung.
Entwickler & CEO von Trackboxx – der Google Analytics Alternative.

Das könnte dich auch interessieren

😎 Preisaktion

10% Rabatt auf alle Jahresabos von Trackboxx mit dem Code: